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,,Eine tolle Sache''

Neuer Trainer für die SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen

Kropp (ph) Er war eingesprungen, als die Regionalliga-Handballer der SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen nach dem unerwarteten Rücktritt von Trainer Kai Nielsen ohne Führung dastanden.

Zwar würden sie bei der SG Berater Peter Rickertsen liebend gerne weiter an Bord behalten, doch der hatte von Beginn an klar gemacht, dass er nur aushelfen würde.

Nun steht sein Nachfolger bereit. Malte Plöhn, zusammen mit Dirk Heinemann Interims-Trainer, ließ die Katze gestern aus dem Sack. „Ab der kommenden Saison wird Rainer Peetz übernehmen. Kommen wird zudem Reiner Pohl-Thur, den Peetz als Co-Trainer mitbringt.“ Peetz war in den vergangenen fünf Jahren als A-Jugend-Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld aktiv und suchte nach dem Abgang einiger Leistungsträger nach einer neuen Herausforderung.

„Wir wollen langfristig auf die Jugend bauen. Deshalb war Rainer Peetz unser erster Ansprechpartner“, erklärt Malte Plöhn. Von Vorteil natürlich auch, dass Peetz bereits über die nötigen Trainer-Lizenzen verfügt. „Rainer Peetz passt bei uns sehr gut rein und hat ein tolles Konzept. Das ist schon eine tolle Sache.“

Die Spieler werden in Zukunft allerdings weniger zu Lachen haben. „Rainer hat bereits angekündigt, dass er das Trainingspensum erhöhen will“, lacht Plöhn.

Noch-Spielertrainer Malte Plöhn betont, dass sich Peetz seinem alten Verein gegenüber absolut fair verhalten habe. „Er hätte auch bei der HSG Schülp/Westerrönfeld weiterarbeiten können, hat mit offenen Karten gespielt. Uns kam zugute, dass einige Leistungsträger der HSG zur nächsten Saison wechseln werden. Deshalb ist es fraglich ob die HSG das Niveau in der kommenden Saison halten wird. Für uns ist es so natürlich eine tolle Sache, dass wir Rainer Peetz überzeugen konnten, bei der SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen etwas zu bewegen.“

 

 

Quelle: Dithmarscher Landeszeitung vom 09.02.2009

 

 

 

 

 


,,Elementare Dinge sind noch mangelhaft''

Trainer-Berater Peter Rickertsen über Gegenwart und Zukunft in der Regionalliga

Flensburg – Für Peter Rickertsen war es ein Wiedersehen. Der Trainer-Berater der SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen hatte der Regionalliga-Partie beim DHK Flensburg entgegengefiebert. Beim DHK war er Trainer. Hier kennt er die Verhältnisse genau. Wolfgang Ehlers sprach mit dem Taktik-Chef des Aufsteigers.

Peter Rickertsen, Ihre Mannschaft hätte einen Punkt verdient gehabt. Dabei galt der DHK Flensburg als hoher Favorit. Wo liegen die Unterschiede zwischen den Vereinen?

Die Spieler beim DHK verfügen über grundlegende Verhaltensweisen, auf die sie immer zurückgreifen können. Dagegen sind bei uns noch einige elementare Dinge mangelhaft. Man sieht auch, dass der DHK zwar nicht mehr viermal die Woche, aber immer noch dreimal trainiert. Bei uns können viele Spieler aus dienstlichen Gründen nur einmal kommen.

 

Sie selbst leiten im Abschlusstraining am Donnerstag die Taktik-Schulung.

Vorweg: Ich bin gern bei der Mannschaft. Sie ist mir sympathisch. Aber ganz klar gesagt: Die SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen braucht dringend einen Trainer, der die Spieler ausbildet. Wir müssen im Moment viel zu viele Dinge in viel zu kurzer Zeit erledigen.

Dieser Trainer wird auf keinen Fall Peter Rickertsen heißen . . .

Nein. Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich es nicht machen kann und bin deshalb auch nur „Berater“. Wir wollen in dieser Saison die Regionalliga halten. Diese Chance ist da, denn die Spieler arbeiten gut mit.

 

Aber dann? In der nächsten Saison müsste man wegen der Strukturreform Achter werden, um in der 3. Liga zu bleiben.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder werden junge Spieler Leistungsträger und setzen noch mehr Akzente. Oder man muss sich verstärken. Aber in jedem Fall muss man mehr trainieren.

 

 

 

 


Drei Spieler im Überhang

Flensburg

(we) Die SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen konnte am Freitag aus dem Vollen schöpfen. Mit 15 Spielern war der Regionalliga-Aufsteiger nach Flensburg gereist. Aber maximal 14 finden auf dem offiziellen Spielbericht Platz.

Anders als beim Fußball ist jedoch das Nachtragen während der Partie erlaubt. So ließ Trainer-Berater Peter Rickertsen zunächst nur zwölf Akteure eintragen; Torhüter Daniel Schäfer, Kreisläufer Matthias Hauenstein und der noch grippegeschwächte Mittelspieler Robert Wichmann nahmen auf der Tribüne unmittelbar hinter der Ersatzbank Platz, um gegebenenfalls sofort einspringen zu können.

Dazu kam es freilich nicht. „Wenn ich einen Spieler nachtragen lasse, muss ich ihn auch sofort bringen“, sagte Peter Rickertsen, der die Notwendigkeit einer Ausweitung nicht sah. Die SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen war mit ihrem Dutzend Spieler auf jeder Feld-Position doppelt besetzt.

 

 

 

 


Schlusslinie

Wills Ausgleichs-Chance in Flensburg und die Fragen nach der Verantwortung

Flensburg (we) Vorwürfe hörte Kim Will nicht. Er wusste aber, dass die Verantwortung bei ihm gelegen hatte. Wer Verantwortung übernimmt, lässt manchmal Fragen offen. Der Rechtsaußen der SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen stellte selber eine Frage: „15 Sekunden sind eine lange Zeit. Warum haben wir den letzten Angriff nicht ausgespielt?“

 

Kim Will war als Verlierer aus dem Duell mit Ersatztorwart Christoph Peters vom DHK Flensburg hervorgegangen, der am Freitag seinen Oberkörper kompakt in die Schusslinie stellte. Im Gegenzug entschied der Flensburger Jonas Mecke, auf Außen Wills direkter Gegenspieler, das Regionalliga-Handballspiel mit dem Treffer zum 28:26.

Kein Vorwurf an Will. Der eine Frage stellte.

Er stand ja ziemlich gut, der Winkel war nicht spitz. „Dann muss man den Angriff abschließen“, rechtfertigte Rückraum-Kollege Reiner Kobs den Zwang zum Torwurf, den die Gästespieler ihrem Außen auferlegten. „Wenn der drin ist, holen wir hier einen Punkt.“

Der wäre verdient gewesen. Doch ein reiner Zufall war Flensburgs Sieg auch wieder nicht. Immer wieder schlichen sich ins Spiel der SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen leichte Fehler – auch von den Besten wie Philipp Henrich, der zwei Tempogegenstöße ballprellend verbaselte. Und dass man auswärts manchmal gegen leicht tendenziöse Schiedsrichter anrennen muss, ist kein Geheimnis. So schlimm, wie einige Enttäuschte es anklingen ließen, war die Leistung der Herren Schmerder und Schmidt auch wieder nicht.

Abgesprochen hatten sie ihn nicht, den letzten Spielzug. Es ergab sich einfach, dass Will frei stand 15 Sekunden vor Schluss – nicht Henrich, nicht Kobs, nicht Hennings. Jeder hätte die Verantwortung tragen können. Jeder hätte König werden können. Oder Bettelmann. Mit Rechtfertigungsdruck.

Die Partie war eine halbe Stunde vorbei, als SG-Trainer-Berater Peter Rickertsen alle Diskussion beendete und seinen unglücklichen Linkshänder aus der Schusslinie nahm: „Ich habe von unseren Außen ausdrücklich gefordert, dass sie sich Würfe nehmen, auch wenn die Position ungünstig ist. Das Ding geht auf meine Kappe.“

Dann stutzte Rickertsen noch mal: „So ungünstig war der Winkel gar nicht . . .“

 

 

 

 


SG Dithmarschen mit Teilerfolg im Gepäck

BRANDENBURG. Regionalliga−Neuling SG Kropp−Tetenhusen−Dithmarschen ist mit einem Teilerfolg vom Gastspiel beim SV 63 Brandenburg zurück gekehrt. Am Ende einer spannenden, aber wenig ansehnlichen Begegnung hieß es 27:27−Unentscheiden (11:11).

Die Frage, ob das Remis eher als Punktgewinn oder Punktverlust zu werten ist, beantwortete Trainer Kai Nielsen unmissverständlich:

"Wenn wir Normalform bringen, gewinnen wir dieses Spiel. Leider haben wir über weite Strecken zu überhastet agiert und zu viele Fehler produziert. Insgesamt kann ich mit dem Spiel nicht zufrieden sein."

Eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen in seinem Team war Torwart Jan Carstens. Der Neuzugang aus Weddingstedt hielt bärenstark und war Garant dafür, dass eine vor allem im ersten Durchgang schwache SG mit einem glücklichen Unentschieden die Seiten wechselte.

Nach Wiederbeginn kam der Aufsteiger vor allem dank Torjäger Reiner Kobs und Kreisläufer Matthias Hauenstein besser ins Spiel. Mehrfach führten die "Dithmarscher" mit drei Treffern, zuletzt beim 22:19 (50.) durch ein Tor von Steffen Kobs. In der entscheidenden Phase verfielen die Gäste jedoch wieder in eine gewisse Lethargie und erlaubten es den Brandenburgern, zurück ins Spiel zu kommen.

Erst egalisierten die Hausherren zum 26:26 (57.), im Gegenzug verwarf SG−Spielmacher Nico Greve einen Siebenmeter. Beim 27:26 (59.) ging Brandenburg sogar in Führung, bevor Steffen Kobs den Endstand besiegelte.

Die letzten Sekunden der Partie bedeuten für das Nielsen−Team nochmals Schwerstarbeit: In doppelter Unterzahl − beide Kobs−Brüder saßen aus der Strafbank − rettete man das insgesamt leistungsgerechte Unentschieden über die Ziellinie.

SG Kropp−Tetenhusen−Dithmarschen: J. Carstens, Schäfer − H. Carstens (4), Greve (1), M. Pieper (1), R. Kobs (8/1), S. Kobs (5), L. Plöhn, Henrich (1), Will (2), Hauenstein (4), Wichmann (1).

Haupttorschütze Brandenburg: Reckzeh (7)

Zuschauer: 400

Florian Bleifuß

Quelle: http://www.flensborg-avis.de vom 22.09.08