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11.11.13 11:35 Alter: 7 Jahre

Niederlage bei der SG Hamburg-Nord

 

Beim bisherigen Schlusslicht der Oberliga waren die Düwels ein Schatten ihrer selbst. Dithmarschen Leistungshandball unterlag der SG Hamburg-Nord nach einer zerfahrenen Vorstellung auch in der Höhe verdient mit 23:29 (10:16).

 

Eine unfassbar schlechte erste Hälfte zeigten die Düwels. Nichts lief, weder im Angriff noch in der Abwehr. Dabei hatte Trainer Steffen Kobs sein Team noch beim Abschlusstraining am Donnerstag intensiv auf die unorthodoxe, offensive zwischen 3:2:1- und 3:3-Formation pendelnde Hamburg Abwehr einzustimmen versucht. Schon hier dauerten die Abläufe, in der Halle am Tegelsbarg klappten sie überhaupt nicht.

 

Steffen Kobs begann in Abwesenheit seines Co-Trainers Thies Schrum in langer Hose an der Bank, wollte sich auf seine Traineraufgaben konzentrieren. Bereits nach wenigen Minuten war eine Auszeit fällig – 4:1 lag Hamburg-Nord vorn. Die Heimmannschaft spielte nicht wie ein Schlusslicht, aber sie wurde von der Düwels-Abwehr auch zum Torwurf eingeladen. Selbst Zeitnot, als die Schiedsrichter den Arm gehoben hatten, hielt Hamburg nicht von Treffsicherheit ab. Die Dithmarscher Keeper, eingesprungen für das verletzt pausierende Gespann Carstens/Tietjens, hielten so gut wie nichts, hatten es allerdings auch schwer. Mit dem 10:16 zur Pause waren die Gäste in Anbetracht dieser desolaten Vorstellung, bar jeder taktischen Disziplin, gar nicht schlecht bedient.

 

Die zweite Hälfte sah besser aus, beginnend mit einigen schönen Paraden von Sven Pieper. Kurzzeitig brachte das Tempospiel, dem die Hamburger nicht gewachsen waren, die Düwels heran. Beim 18:21 und 20:23 standen sie vor einer maßgebenden Ergebniskorrektur. Doch dann scheiterten die Gäste wieder mit ihren Würfen, waren hinten offen und verfielen in den alten Trott, so dass die Variante mit einem vorgezogenen Abwehrmann – erst Bierek, dann Malte Pieper – nicht mehr griff. In die letzten zehn Minuten ging Dithmarschen wieder mit einem Fünf-Treffer-Rückstand.

 

Das war nicht mehr aufzuholen. Dem Hamburger Abstiegskandidaten reichte nun eine kompromisslose Abwehrleistung ohne Scheu vor Zeitstrafen. Und das Thema Abstieg ist wohl oder übel auch für die Düwels wieder eins geworden.

 

SG Hamburg-Nord: Frenzel, Euler – Cordes (1), Bülow, Pfau (4/3), Becker (3), Heimer, Hensen, Werner (5), Riefel (5), Albers (8), Grabisch, Heppner (3).

 

Dithmarschen Leistungshandball: Vieth, Sven Pieper – Bierek, Froese (1), Hantke (2), Malte Pieper (2), Reiner Kobs (6/4), Henrich (2), Hannemann (2), Carstens, Jahn, Fock (2), Steffen Kobs (4), Schröder (2).

 

Schiedsrichter: Sötje/Sötje (Horst/Kiebitzreihe).

 

Zuschauer: 200.

 

Zeitstrafen: Hamburg-Nord 2 – Dithmrschen Leistungshandball 1.

 

www.sportplatz.sh von Wolfgang Ehlers am 09.11.2013 in Handball