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Meisterliches Ende

SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen: Plöhn und Heinemann verabschiedet

 

Eine letzte gelungene Körpertäuschung, ein letzter Überzieher, ein letztes Tor Sekunden vor Schluss. Bis zu diesem Treffer hatte Malte Plöhn, tragende Säule der Oberliga-Handballer der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen, im Spiel gegen den TSV Hürup seinen Dienst einmal mehr zur allgemeinen Zufriedenheit verrichtet.

Mit einem 36:31 (19:14)-Arbeitssieg verabschiedete sich die Truppe um Trainer Kai Nielsen in die Regionalliga. Ohne einen ihrer Besten, ohne Malte Plöhn. Mit elf Treffern einmal mehr erfolgreichster Werfer seines Teams, hängt er seine Schuhe mit nur 33 Jahren an den Nagel. Eben diese Endgültigkeit wurde Plöhn im Moment seines letzten Treffers bewusst. Ein kurzer Blick auf die Tribühne, ein flüchtiges Lächeln, vorbei.

Zwei überaus wichtige Aufgaben machen sein Mitwirken in der zeitraubenden Regionalliga unmöglich. Neben der beruflichen Selbstständigkeit hat sich für August Nachwuchs angekündigt. Handball rückt da verständlicherweise ins zweite Glied.Wehmut aber bleibt: ,,Es ist schon ein komisches Gefühl. Ich habe in letzter Zeit zwar immer wieder an meinen Abschied gedacht, wenn es aber wirklich vorbei ist, ist man doch nicht vorbereitet.'' Zu seinem Entschluss aber steht der 33-Jährige: ,,Ein Hintertürchen gibt es für mich nicht. Auch wenn mich die Regionalliga natürlich schon reizt'', erklärt Plöhn mit einem Blick auf die Meistertafel, die er seit der Übergabe kaum aus der Hand gegeben hat. ,,Egal'', beendet Plöhn diesen Moment. ,,Ich werde ja weiter Handball spielen'', erklärt er lächelnd, wenn auch mit leicht trotzigem Unterton.

Mit den Sandfüchsen spielt Plöhn die Beachsaison. Das ist zwar nicht die Regionalliga, aber man merkt, dass der 33-Jährige so ganz ohne Ball auch nicht kann. Und dann riecht es doch irgendwie nach Hintertürchen. ,,Mal schauen, vielleicht steige ich ja 2009 in der Oberliga wieder ein.''

Planungen, die Trainer Kai Nielsen verständlicherweise nicht unterstützen möchte: ,,Ich will nicht hoffen, dass wir 2009 wieder in der Oberliga spielen.'' Schnell wird deutlich, dass sich der Trainer längst mit den Aufgaben befasst: ,,Sicher war das heute noch einmal eine schwere Aufgabe, wir müssen uns aber jetzt auf die Regionalliga vorbereiten. Und das frühzeitig.''

Dies verlangt er auch von seiner Mannschaft und eröffnet bereits kurz nach der Meisterehrung den Konkurrenzkampf:,,Durch die Neuzugänge müssen sich auch etablierte Spieler neu beweisen. Ich werde die Spielanteile nicht mit der Gießkanne verteilen.''

Die Mannschaft muss sich neu einspielen. Vor allem die Fußstapfen von Malte Plöhn scheinen da sehr groß. ,,Sicherlich ist oder war Malte ein sehr wichtiger Spieler, aber wir können den Kopf ja nicht hängen lassen. Ich habe da großes Vertrauen in Lorenz Plöhn, der sich mit 19 Jahren noch stark entwickeln kann.''

Allerdings weiß auch Nielsen, dass die Umstellung nicht leicht wird. So machte neben Malte Plöhn auch der erfahrene Dirk Heinemann gegen Hürup sein letztes Spiel. ,,Die Mannschaft muss wissen, dass sie sich dem Druck in der nächsten Saison ohne Malte und Dirk stellen muss.'' Deshalb bemüht sich der Trainer den Ball bereits jetzt flachzuhalten: ,,Der Unterschied zwischen Ober- und Regionalliga ist groß. Man darf keine Wunderdinge erwarten. Vor allem aber müssen wir die Ruhe behalten, wenn es einmal nicht so läuft.''

Zukunftsvisionen, die nach dem Sieg gegen Hürup noch eine bescheidene Nebenrolle spielten. Die Hauptrolle interpretierte, wenn auch zum letzten Mal, Malte Plöhn.

 

Unsere Mannschaft: Pieper, Koch, Heinemann-Sievers (1), Carstens, L. Plöhn, Greve (1), Hennings (4), R. Kobs (8/1), S. Kobs (2), M. Plöhn (11/2), Henrich (5), Kuhrt, Wichmann (4)

 

 

 

 


Meisterstück

SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen macht den Aufstieg in die Regionalliga perfekt

Am Ende wurde es bei der Zweiten des THW Kiel noch einmal knapp. Einen zusätzlichen Treffer brachten die Gäste beim 35:34 (21:19)-Erfolg im gegnerischen Gehäuse unter. Doch das eine Tor hätte es für die Öberliga-Handballer der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen gar nicht bedurft. Auch ein Punkt hätte genügt, um die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga zu sichern.

SG-Trainer Kai Nielsen war nach dem Abpfiff dementsprechend erledigt:,,Das war kein Spiel für schwache Nerven. Ein unglaubliches Herzschlag-Finale.''

Beide Mannschaften gingen hohes Tempo, wobei die Dithmarscher bis auf das 2:3 zu Beginn nie hinten lagen. ,,Die Mannschaft hat schnell deutlich gemacht, dass sie, unterstützt von 80 mitgereisten Fans, unbedingt aufsteigen will. Allerdings muss ich den Kielern ein Kompliment machen, mit welchem Einsatz sie dagegen gehalten haben.'' Nutzen aber sollte dies den ,,Nachwuchs-Zebras'' lange Zeit nichts. Die SG lag fast immer mit zwei oder drei Toren in Front. ,,Die Partie aber war trotz der Führung immer sehr umkämpft'', erklärt Nielsen, der verletzungsbedingt auf Steffen Kobs und Martin Pieper verzichten musste.

Ihr Fehlen aber kompensierte unter anderem ein bärenstarker Reiner Kobs, der sich ein Sonderlob des Trainers verdiente:,,Reiner hat eine wirklich grandiose Leistung geboten. Er hat sich für die Mannschaft aufgerieben.''

Aufreibend wurde es dann auch in der zweiten Hälfte, als der Abwehrverbund der SG seine Aufgaben immer wieder zu offensiv interpretierte. Die so entstehenden Lücken brachten den Kielern leichte Tore. Absetzen aber konnte sie sich nicht.

Dramatisch wurde es dann ab der 40. Minute, als Henning Carstens mit der dritten Zeitstrafe des Feldes verwiesen wurde. Da auch Reiner Kobs zu diesem Zeitpunkt bereits zweifach heruntergestellt war, drohte die Partie zu kippen. Spätestens beim 30:30 in der 53. Minute war dann alles wieder offen: ,,Da hätte sich das Spiel für beide Seiten entwickeln können.''

Dass es dann dem herausragenden Reiner Kobs vorbehalten war, den Siegtreffer zu werfen, passte zu einem meisterlichen Abned der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen.

,,Es ist für die Mannschaft natürlich besonders schön, den Titel beim Zweiten zu feiern. Hier ging es noch einmal um alles. Andere Mannschaften hätten vielleicht nicht mehr alles gegeben.''

Von einer Meister-Feier aber wollte Kai Nielsen nichts wissen:,,Wir werden uns sicher noch auf ein Bier treffen, aber mehr ist nicht geplant.'' Sicher.

 

Unsere Mannschaft: Koch, Heinemann-Sievers (6), Carstens, L. Plöhn, Greve (3), Hennings (5), R. Kobs (7), S. Kobs (nicht eingesetzt), M. Plöhn (9/4), Henrich (3), Pieper (nicht eingesetzt), Wichmann (2).

 

 

 

 


Am Ende alles gut

400 Zuschauer feiern fast sicheren Titel der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen

 

Die SG Wittorf/ Neumünster machte manchen Stich gegen die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen. Doch mit der Zeit musste sie sich abschütteln lassen wie ein lästiges Insekt. ,,Wir hätten sie gern noch etwas länger geärgert'', sagte Helge Rahn, der routinierte Neumünsteraner Torjäger. ,,Aber dazu hätten wir zur Halbzeit führen müssen.''

Das ließ der Gastgeber in der mit fast 400 Zuschauern gefüllten Eiderlandhalle, der auch Tabellenführer ist, nicht zu. Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen kratzte sich kurz und fuhr ein am Ende ungefährdetes 30:24 (14:13) ein. Mit einem Punktegewinn am nächsten Wochenende gegen den THW Kiel II wäre die Regionalliga-Rückkehr perfekt. Gegen Schlusslicht Lübeck und den TSV Hürup gibt es zwei weitere Matchbälle.

Um falschen Schlussfolgerungen vorzubeugen: Der Neumünsteraner Rahn hat nichts gegen den Spitzenreiter. Vielmehr sprach Hochachtung aus seinen Worten: ,,Die haben uns das so souverän runtergespielt, wie es sich für einen Meister gehört.'' Das deckte sich mit den Aussagen des Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen-Trainers Kai Nielsen: ,,Ich hatte nie richtig Angst.''

Dabei wäre eine leichte Panik verständlich gewesen, denn die heimische Spielgemeinschaft leistete sich, während Wittorf/ Neumünster seine Politik der kleinen Stiche betrieb, eine siebenminütige Tor-Allergie. 0:5 stand es, Nielsen schien es nicht zu jucken. Er nahm nicht einmal eine Auszeit, um seine Mannschaft zu sortieren.

Allein den glücklosen Torhüter Norman Koch beorderte er zweimal an den Seitenrand: ,,Wir haben die Wurfbilder des Gegners besprochen.''

Fortan brachte Koch manche Hand an den Ball, parierte beim 6:9 Zwischenstand Steffens schwachen Siebenmeter und behauptete sich in wichtigen Situationen gegen Jüschke sowie Sören Petersen. Hier hatte Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen aufgrund der Zeitstrafen für Reiner Kobs und Malte Plöhn wegen Fußspielseine Zwei-Mann-Unterzahl.

Erst jetzt rief Nielsen zum Time-Out, brachte Henning Carstens, der tatsächlich zum 12:12 ausglich. Die Angst vor einem erneuten klaren Rückstand konnte somit gar nicht erst um sich greifen. Kurz vor dem Seitenwechsel drehten Malte Plöhn mit Siebenmeter und Steffen Kobs die Partie vollständig zum 14:13.

Dreimal noch, letztmals beim 16:16, kam Wittorf/ Neumünster zum Ausgleich. Spielerische Glanzpunkte setzte die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen auch weiterhin nicht. ,,Es war mehr die Willenskraft'', gab Kai Nielsen zu. Doch die Heimmannschaft um den jederzeit stabilisierenden Reiner Kobs ließ nicht einen Hauch Nervosität erkennen. Sie wollte sich einfach nicht ärgern lassen...

Das respektierte auch der Neumünsteraner Rahn, der sich mit den besten Wünschen für den Tabellenführer (,,Ein würdiger Meister'') verabschiedete und eigenes Missfallen über die (tatsächlich nisweilen unterschiedliche) Regelauslegung herunterschluckte.

Es gab also nichts zu rütteln am 18. Saisonsieg der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen, deren Spiel gegen Wittorf/ Neumünster als Spiegelbild der Saison herhalten könnte. Zu Beginn etwas anfällig. Am Ende alles gut.

 

Unsere Mannschaft: Koch, Sven Pieper - Sievers (1), Carstens (1), Lorenz Plöhn, Greve (6), Hennings (2), Reiner Kobs (5), Steffen Kobs (4), Malte Plöhn (7/4), Henrich (3), Martin Pieper (1/1), Kuhrt

 

 

 

 


SG macht ihr Meisterstück

Kai Nielsen, Trainer der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen, ist ein besonnener Mensch. Wenn er seinen Oberliga-Handballern ein Kompliment ausspricht, muss schon etwas Besonderes passiert sein.

 

Dies war im Oberliga-Spitzenspiel gegen den TSV Altenholz II geschehen. In fremder Halle hatte seine Mannschaft mit einem beeindruckenden 37:24 (16:17)-Sieg das Aufstiegs-Ticket fast sch9on sicher gelöst. Kai Nielsen sparte deshalb auch nicht mit Lob: ,,Was das Team im zweiten Durchgang abgeliefert hat, war das Beste, was ich in dieser Saison bisher von der Mannschaft gesehen habe.''

Dabei war Nielsen nach 30 Minuten noch Skeptisch. 16:17 hieß es zur Pause. Zwar hatte die SG auch im ersten Durchgang bereits Tempo gespielt, doch viele einfache Fehler verhinderten ein Absetzen: ,,Da habe ich mir in der Kabine schon so meine Gedanken gemacht. Durch die Aussetzer haben wir sehr oft hinten gelegen. Altenholz II war vor dem Spiel ja nicht umsonst Dritter der Tabelle'', erklärt Nielsen, der mit Wiederbeginn die Deckung auf 6-0 umstellte.

Ob es diese Änderung war, die das Spiel drehte, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen. Unstrittig ist aber die Leistung, mit der die Mannschaft aus der Kabine kam. ,,Vor allem die ersten 15 Minuten waren unglaublich. Das gesamte Team hat plötzlich keine Fehler mehr gemacht, das Tempo aber deutlich gesteigert.'' Aus einem 16:17-Rückstand wurde so schnell eine 25:19-Führung. Die Mannschaft war einfach nicht mehr zu bremsen, hat schnell gemerkt, dass ihr Einsatz belohnt wird und sich so regelrecht in einen Rausch gespielt. ,,Der Druck, den wir auf Altenholz II ausgeübt haben, war unglaublich. So etwas kann man nicht planen.''

Der TSV Altenholz II war mit dem Tempo der Gäste mehr als überfordert, fand kein Mittel, sich zu wehren. Fast schien es, als seien die Hausherren vom Spiel der Gäste geschockt. Resignierten schließlich angesichts der Übermacht. Trainer Eckhard Horn: ,,Kropp hat aus einem Guss gespielt. Respekt.'' Bemerkenswert: Kropp konnte das Tempo die gesamte zweite Hälfte extrem hoch halten. Ein Umstand, dem Altenholz II schließlich Tribut zollen musste. ,,Gerade in der Rückwärts-Bewegung hat man Verschleißerscheinungen bemerkt. Die wirkten Überrascht, dass wir konditionell nicht eingebrochen sind'', erklärte Nielsen. Am Ende sprachen die nackten Zahlen. 21:7 entschied die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen den zweiten Durchgang für sich. n fremder Halle, in der Oberliga wohlgemerkt.

Trotz de eigentlich perfekten Aufstiegs aber will Trainer Kai Nielsen nicht zurückstecken. ,,Wir werden die Zügel nicht schleifen lassen. Das sind wir uns und der Liga schuldig. Wir werden bis zum letzten Abpfiff alles geben.'' Auch über Ostern bittet Nielsen deshalb zum Training. ,,Das sind Ostertage, aber keine Schlaftage.''

 

Unsere Mannschaft: Koch, Heinemann - Sivers (1), Carstens (2), Greve (2), Hennings (5), R. Kobs (8/3), S. Kobs (3), M. Plöhn (12/4), Henrich (3), Kuhrt (1) 


Handball mit Ärmelschonern

Gelebte Bürokratie:Tabellenführer schlägt in Pahlen harmlose Stockelsdorfer

 

Dieses Tor am Anfang, das wär`s gewesen. Zentimetergenau passte Torhüter Dirk Heinemann an den gegnerischen Neun-Meter-Kreis. Aritistisch fing Nico Greve den Ball mit einer Hand. In fließender Bewegung warf er ihn ins Netz. Dieses Tor hätte die Zuschauer aus der Rage locken können. Doch nicht einmal ein Schlusspunkt eignete sich. Die Schiedsrichter entschieden auf Kreiseintritt. So gewann die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen ,,nur'' mit 32:26 (15:11) gegen den ATSV Stockelsdorf. Von einem Spitzereiter der Handball-Oberliga wird mehr erwartet.

Mehr zu erwarten ist das gute Recht der Zuschauer, die diesmal nicht so zahlreich wie sonst nach Pahlen gekommen waren. Die gastgebende Mannschaft tat wenig, um den Funken überspringen zu lassen. Die Eiderlandhalle war eine dröge Amtsstube. Der Tabellenführer leistete Dienst nach Vorschrift. Handball mit Ärmelschonern.

Mehr war nicht nötig. Stockelsdorf, gerühmt als eine der stärksten Rückrundenmannschaften, wirkte wie ein untergebener Antragsteller, nicht gewohnt, eine Auskunft in Frage zu stellen. Die Unbotmäßigkeit einer eigenen Führung wagte der ATSV nie; das 1:1 war sein letzter Ausgleich. Folgsam ließen die Gäste der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen den Vorrang, die sich zum 6:2, 11:6 und später zum 24:17 stempelte, regelmäßig aber auch auf die tarifliche Pausen drängte und beim 9:6, 11:9 oder 25:23 alles andere als elanvoll daher kam. An der Eider plätscherte, was sie ,,Handball'' nannten. Dieser Arbeitstag endete ermüdent.

Nach Feierabend wertete SG-Coach Kai Nielsen eine Partie, die schnell vergessen sein wird, als Resultat unzureichender Trainingsarbeit, weil im richtigen Beruf die Ansprüche andere sind: ,,Es ist ja nicht so, dass die Spieler nicht wollen. Aber hier hat einer Schichtdienst, dort muss einer länger arbeiten, andere sind krank- dann kann man am Wochenende sein Können nicht einfach aus einer Schublade holen.''

Und wenn sich jeder seine zwei, drei Fehler herausnimmt, muss eine unterdurchschnittliche Mannschaftsleistung herauskommen. Ob die Handballfreunde, die diesmal die Fahrt nach Pahlen scheuten, so etwas geahnt haben?

Stockelsdorf, wie gesagt, war artig und ohne Selbstbewusstsein. Wegen der Schüchternheit der Gäste blieb die Partie einseitig. Stark begann außerdem Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen-Torwart Dirk Heinemann, der permanent dirigierte. Doch während Heinemann sich den Mund fusslig redete, schwiegen die Abwehr-Kollege. Jeder hatte mit sich selbst zu tun.

Kobs und Kobs, Plöhn und Plöhn, Carstens und Greve -  Handball-Bürokratie im Großraum-Büro, ohne Esprit und dann noch geprägt von Unaufmerksamkeiten. Philipp Henrich, der sogar auf Rechtsaußen auswich und der Beste war, lieferte das Sinnbild des Tages, als er sechs Minuten vor Schluss einen Tempogegenstoß abschloss, danach mit einem Wadenkrampf liegen blieb. Erfolgreich und verkrampft,das war die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen.

Jedoch sechs Tore vor: diese Probleme hätten viele gern.

 

Unsere Mannschaft: Koch, Heinemann - Sievers (1), Carstens (5), Lorenz Plöhn (3), Greve (6), Hennings (3), Reiner Kobs (6/1), Steffen Kobs (2), Malte Plöhn (2/1), Henrich (4), Kuhrt.

 

 

 

 


Kein schöner aber ein wichtiger Sieg!

Am Samstag war allen klar, was auf dem Spiel stand, es zählte nur ein Sieg, denn die nächsten Wochen bringen schwere Aufgaben mit sich.

Von Beginn an waren wir sehr motiviert, was sich auch auf dem Spielfeld widerspiegelte.

Durch jeweils zwei Treffer von Henning und Malte gingen wir schnell 4:1 in Führung. Und es ging gut weiter, denn nach 13 Minuten hatten wir den Vorsprung auf 6 Tore (8:2) ausgebaut. Diesen Vorsprung hatten wir auch zu einem großen Teil Heine zu verdanken, der super Paraden zeigte; immer wieder entschärfte er freie Würfe vom Kreis oder von den Außenpositionen.

Leider verpassten wir es, den Sack schon frühzeitig dicht zu machen; die letzten zehn Minuten der ersten Hälfte waren an diesem Tag unsere schlechtesten. Von 14:7 ging es über einige ausgelassene Chancen (Malte, Reiner, Carsten H.) zum 16:12 Halbzeitstand.

Nach der Pause ging es so weiter, wie es aufgehört hatte. Ohrstedt verkürzte auf drei Tore und im Gegenzug erlaubte ssich Nico einen Abspielfehler und gab den Ohrstedtern die Chance, auf zwei Zähler zu verkürzen, doch Heine vernagelte mit einer sehr wichtigen Parade die Kiste und wir konnten uns bis zur 40. Minute wieder mit sechs Toren absetzen.

Ohrstedt kam nochmal auf vier Tore ran, aber wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen. Die nächsten Tore gingen  wieder auf unser Konto: 25:20, 29:22, 32:25 waren die Zwischenstände. Nach der 55. Minuten sah ,,Prinz Peng'' nach der 3. Zeitstrafe die Rote Karte und Heine hielt seinen dritten 7-Meter.

Das Spiel endete 34:28, was durchaus verdient war; Ohrstedt war einfach zu harmlos an diesem Tag.

 

Torschützen: Malte (10/3), Hinne (6), Philipp (3), Nico (3), Steffen (2), Aaron (2), Henningsen (1), Reiner 1 (sehr wichtiger Treffer)

 

Text: Andrè Hennings

 

 

 

 


Ein geschenkter Tag

Nach 12 Spielen ohne Niederlage reißt die Serie der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen

Man musste nur in die Gesichter schauen, um die Überraschung des Spieltages in der Handball-Oberliga schon vorher zu erkennen. Beim TSV Alt Duvenstedt war pure Konzentration zu erkennen und Entschlossenheit, bei seinem Gastgeber stand die schiere Verzweiflung geschrieben. Mit 27:29 (14/14) verlor die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen nach zwölf Spielen ohne Niederlage wieder einmal ein Pflichtspiel, behauptete aber die Tabellenführung.

Die letzte Pleite hat es am 2. November gegeben - in Alt Duvenstedt. Und auch die war schon so nötig gewesenen wie ein Kropf. Aber es gibt halt diese geschenkten Tage, an denen rein gar nichts zusammenläuft. Alt Duvenstedt gewann das Spiel weniger, als dass es die SG verlor.

Wobei sich die Gäste sehr wohl den Verdienst auf die Fahne schrieben, was eine legitime Sichtweise ist. ,,WWir wollten Kropp erst gar nicht in sein Tempospiel kommen lassen'', resümierte Alt Duvenstedts Co-Trainer Sascha Zollinger, der Dirk Schlegel vertrat und nicht weniger engagiert an der Seitenlinie arbeitete. ,,Das ist uns gelungen. Martin Pieper haben wir volkommen rausgenommen.''

Das gelang aber auch, weil die Gastgeber gegen denüberragenden Gerald Dobratz eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen leichtfertig vergaben. 14 Toren im ersten Abschnitt standen 15 Fehlversuche gegenüber und dabei sind durch technische Fehler oder Stürmerfoul abgepfiffene Angriffe nicht einmal mitgezählt. Zweite Halbzeit war das Verhältnis mit 13:14 ebenso katastrophal. Es gibt diese Tage, wo nichts zusammenläuft. Geschenkte Tage eben.

Nun ist ein erfolgreiches Handballspiel ja nicht nur von den beiden Außenstürmern abhängig. Gerade im ersten Abschnitt war fast jeder Versuch des TSV-Rückraum erfolgreich und das ist nicht nur einheimischen Torhütern geschuldet, sie über weite Strecken nicht viel anfassten. ,,Von Norman Koch habe ich eine ganz andere Leistung erwartet'', sagte SG-Trainer Kai Nielsen trotzdem. ,,Eine 6:0-Deckung ist ja darauf ausgelegt, den Rückraum zum Schuss zu zwingen.''

Allemal hätte die Abwehr energischer zupacken dürfen. Die einzige Zeitstrafe überhaupt kassierte der Spitzenreiter Sekunden vor der Pause - Wegen Meckerns. Steffen Kobs war mit einer Entscheidung nicht einverstanden gewesen; vielleicht musste auch nur der Frust heraus. ,,So eine Zeitstrafe haben wir seit Monaten nicht bekommen'', sagte Nielsen, der an der verdienten Niederlage nach einer ,,enttäuschenden Leistung'' nicht kritteln wollte.

,,Alt Duvenstedt hat früh an seine Chance geglaubt. Wir dagegen haben unsere Unzufriedenheit mit nach vorne getragen.'' Daraus resultierten dann auch die vielen Fehlversuche aus bester Position. Allemal: ,,Daraus müssen wir lernen. Wir dürfen uns nicht nur auf die Fehler der anderen verlassen.'' wenn das gelingt, wäre die jüngste Pleite sogar ein Sieg.

Geschenkt.

 

Unsere Mannschaft: Koch, Heinemann - Sievers, Henning Carstens (1), Lorenz Plöhn, Greve (4), Hennings (7), Reiner Kobs (3/1), Steffen Kobs (3), Malte Plöhn (5), Henrich, Pieper (4/1), Kuhrt

 

 

 

 


HSG Schülp/Westerrönfeld vs. SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen

Altes vergessen gemacht!

 

Es ist geschafft! Der Sieg der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen im Derby bei der HSG Schülp/Westerrönfeld, hat die lange Serie von Niederlagen gegen diesen Gegner vergessen gemacht.

Unser Team hat Kampfgeist bewiesen und den nächsten Sieg für das Ziel ,,Aufstieg'' perfekt gemacht.

Die Anzeichen für das Mittwochspiel standen, trotz schlechter Rahmenbedingungen wie den Verletzungen Sven Piepers und Steffen Kobs', sowie dem Fehlen des im Ausland verweilenden Robert Wichmanns, gut. Doch es ging gar nicht gut los. Unglücklich und unkonzentriert begannen wir unser Spiel und lagen schon nach 7 Minuten mit 1:5 Toren hinten. Besonders die Chancenverwertung war erneut unser Manko und so liefen wir bis zur 20. Minute einem 4-Tore-Rückstand hinterher. Erst jetzt wachten wir auf und kamen an unseren Widersacher heran. Die Abwehr, um die erneut starken Reiner Kobs und Norman Koch, gaben die Sicherheit, um im Angriff nun wieder Sicherheit zu bringen. Nico brachte die Abwehr das ein und andere Mal zum schwimmen und so wurde noch bis zur Halbzeit ein Unentscheiden, von 13:13, herausgeholt.

Die Halbzeitansprache schien erneut genau die richtige gewesen zu sein und wir kamen mit mehr Lust und vor Allem Kampfgeist aus der Kabine. So zogen wir schnell auf 18:13 weg. Schülp nahm sofort seine Auszeit und konnte sich wieder kurze Zeit heranarbeiten, was aber nicht lange halten sollte. Wir zogen wieder das Tempo an und schlossen präziser ab und gingen in der 51. Spielminute mit 24:17 in Führung. Nun waren die letzten Hoffnungen aus der Heimmannschaft verflogen und wir konnten schließlich mit 30:23 das Spiel für uns gewinnen.

Fazit: Nach einer schlechten ersten Hälfte steigerten wir uns und brachten unsere Stärken wieder ins Spiel. Dank Norman Koch blieben wir auf Augenhöhe und konnten unsere Körperliche Verfassung in der zweiten Hälfte dem Gegner aufdrängen. Besonders Nico konnte seine Schnelligkeit und Malte seine Routine am 7m Punkt für die Mannschaft einbringen. Nun geht es Samstag in Pahlen schon für uns weiter. Es wird keineswegs leichter, denn jede Mannschaft will beim Tabellenführer punkten und wir wissen, wie schwer Alt Duvenstedt zu spielen ist. Aber das müssen wir zu verhindern wissen, um unser Ziel zu erreichen, dem wir dann einen Schritt näher wären.

 

Torschützen: Henning (1), Philipp (2), Reiner (2), Martin (4/1), Hinne (5), Nico (6), Malte (10/8)

 Text: Aaron Kuhrt

 

 

 

 

 


Ein Bier, das gar nicht schmeckt

SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen gewinnt Spiel, aber verliert einen Torwart

 

Das Plakat am Eingang ließ nichts Gutes erahnen. Wasser bitte nicht trinken. Duschen ist aber möglich, stand auf der Warnung vor Koli-Bakterien.

 

Nun, Wasser servierten die Handballer der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen ihren Fans nicht, aber auf dieses eine Bier hätten sie bei ihrem souveränen 37:22 (23:13) gerne verzichtet beim TSVKronshagen, wo die Führung in der Handball-Oberliga behauptet wurde.

,,Grenzquell links'', lautete der Spielzug kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit und dass der TSV seine Kombinationen nach Biersorten benennt, lässt vermuten, dass er weltlichen Genüssen nicht abgeneigt ist.

Doch diesmal bezahlte die Spielgemeinschaft die Rechnung, denn als Hannes Petersen as dem Rückraum Mitte seinen letzten Treffer zum 15:23 markierte, landete der abgefälschte Ball so unglücklich auf der rechten Hand Sven Piepers, dass der gute Schlussmann der Gäste schreiend liegen blieb.Der fast rechtwinklig abstehende Finger ließ nichts gutes erahnen- der offene Bruch, immerhin ohne Komplikationen, wurde noch in Kiel operiert.

,,Das ist natürlich ein Rückschlag. Für Sven tut es mir unendlich leid, er war auf einem guten Weg und hat uns so manches Spiel gewonnen'', sagte Trainer Kai Nielsen, der an die Sache aber betont nüchtern heran ging. Logisch, im Kampf um die Meisterschaft ist ein kühler Kopf von Nöten und Lamentieren ändert ja auch nichts. ,,Mit so etwas muss man immer rechnen'', sagte Nielsen also.

Das über weite Strecken sehr gute Spiel seiner Mannschaft tröstete auch über den Schock hinweg, schon frph war die Partie entschieden. Ob 6:0, ob 5:1 oder 3:2:1- egal, welche Abwehrformation Kronshagen wählte, die Spielgemeinschaft hatte eine Antwort darauf.

,,Wir haben Kronshagen relativ schnell den Schneid abgekauft'', freute sich Nielsen, der selbst in der Schlussphase noch Beifall spendete, als seine Mannschaft längst mehr Bälle weg gab, als im gegnerischen Tor unterzubringen. ,,Da haben wir aber auch die Tore wirklich gut herausgespiel.'' Trotzdem: Sechs Tore nur noch in den letzten fast 16 Minuten- Kronshagen hätte der Niederlagenrekord gedroht. ,,Da hat so mancher im Übereifer den ersten Pass gespielt, statt besser den zweiten.''

 

Unsere Manschaft: Pieper, Koch- Henning Carstens (2), Greve (1), Andre Hennings (3), Reiner Kobs (1), Plöhn (14/4), Henrich (9), Pieper (3), Kuhrt (1), Wichmann (2), Sievers (1)

 

 

 

 


Ein Sieg mit Mehrwert

Einen Schönheitspreis gab es nicht zu gewinnen. Das war jedem klar und musste auch so sein vor dem Oberliga-Handballspiel zwischen der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen und dem MTV Herzhorn, das die Gastgeber mit 27:24 (15:12) für sich entschieden.

 

Es waren packende, ja aufreibende 60 Minuten, in denen sich beide Mannschaften eine unglaubliche Begegnung lieferten, der auch viele technische Fehler besonders in den Schlussminuten geschuldet sein dürften. ,,Das war ein harter Fight'', japste Steffen Kobs hinterher schweißtriefend und seinen Mitspielern war anzusehen, dass es ihnen kaum anders ergangen war. ,,Das war ein Arbeitssieg'', lachte Kobs.

Allerdings hatte es sich die Spielgemeinschaft im Westküstenderby selbst etwas schwer gemacht, weil mehrfach ein größerer Vorsprung verpasst wurde. ,,Ich hätte mir gewünscht, dass wir in einigen Situationen geduldiger gewesen wären'', resümierte Trainer Kai Nielsen, der aber allemal ,,sehr zufrieden'' mit dem sieg war.

Schließlich hatte er sich in seiner Einschätzung des Gegners nicht geirrt, so dass der Tabellenführer auf diese schwere Partie vorbereitet war. ,,Herzhorn war sehr kampfstark und hatte eine gute Deckung. So eine Mannschaft schlägt man nicht mal eben so.''

In der Tat waren die Steinburger nie wirklich deutlich ins Hintertreffen geraten, zweimal, waren es fünf Tore Rückstand- nichts aussichtsloses also.

Und tatsächlich kamen die Gäste wieder heran, rochen beim Stande von 21:22 (48.) noch einmal am Unentschieden, zumal Steffen Kobs gleich darauf eine Zeitstrafe kassierte.Den folgenden Siebenmeter allerdings parierte Norman Koch, der schon im ersten Abschnitt einmal auf dem Punkt triumphiert hatte, und auch der Nachwurf von Tim Früchtenicht war Beute des Mannes mit der Nummer 16. ,,Dabei hatte ich schon überlegt, ob ich wieder zurückwechsele'', sagte Nielsen dazu, dass auch Koch zunächst nicht immer die Hand an den Ball gebracht hatte.

Nun war die Halle endgültig wach, wobei das Feuer auf den Tribünen der ,,Hölle West'' erst fünf Minten vorher angefacht worden war, als Marvin Trampenau nach einem unabsichtlichen Foul Andre Hennings' Entschuldigung ablehnte. In der folgenden Hektik verlor Herzhorn durch technische Fehler so manchen Ball und dadurch auch das Spiel. ,,Wir waren auf Augenhöhe'', sagte MTV-Trainer Manfred Kuhnke, ,,und hätten das Spiel umbiegen können.'' Was aus Dithmarscher Sicht glücklicherweise nicht mehr gelang. Und genau das dürfte es gewesen sein, was Kai Nielsen am meisten freut. Ein Spiel spitz auf Knopf gewonnen, das hat es in der Saison nur selten gegeben. ,,Das bringt die Mannschaft weiter.''

Unsere Mannschaft: Sven Pieper, Koch- Sievers, Carstens (4), Lorenz Plöhn, Greve, Hennings (4), Reiner Kobs (7), Steffen Kobs (2), Malte Plöhn (4/2), Henrich, Martin Pieper (5), Kuhrt, Wichmann (1).

 

 

 

 


Klassenunterschied

Es schien, als hatte die HSG Nord-NF eine deutliche Niederlage bereits eingeplant. Dass die bei der 26:25  (16:13)-Packung auch eintraf, stimmte SG-Trainer Kai Nielsen nicht unbedingt versöhnlich: ,,Das ganze hatte irgendwie Testspiel-Charakter. Aus solchen Begegnungen nimmt man natürlich gar nichts mit. Wir können nur froh sein, dass sich niemand verletzt hat.''

Der Gast hielt die Partie nur bis zum 4:4 offen. Danach zog die SG das Tempo kurzzeitig an und auf 10:5 davon. Die HSG war geschlagen. ,,Da war das Spiel gelaufen. Allerdings hätte ich mir von einigen meiner Spieler gewünscht, dass sie sich für die Partie gegen Herzhorn aufdrängen. Da kam aber zu wenig. Es konnte sich niemand für einen Einsatz empfehlen.

Die auf der Platte waren, spielten aber ordentlich, wenn sie auch nicht gefordert wurden. Bezeichnend für die Phase nach Wiederanpfiff, als die SG sieben Tore in Folge erzielte. Fast ohne Gegenwehr der Gäste, die auch in der Abwehr selten auf der Höhe waren.

Dennoch hätte sich Trainer Kai Nielsen von seinen Mannen etwas mehr erwartet: ,,Aber was willst du machen, wenn sich der Gegner nicht wehrt? So haben auch wir schnell unsere Spielfreude verloren.''

Dabei hatte man die Partie mit Blick auf der EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Dänemark extra auf 20.30 Uhr verschoben. Im Sinne von Spielern und Zuschauern. Sehr zur Freude von Henrik Pedersen, Torhüter der HSG Nord-NF. Der nämlich kommt aus Dänemark.

Wenigstens ein Gewinner auf Seiten der Gäste, die sich ansonsten nur durch eine überraschungsarme Spielweise auszeichenten. Fast alle Angriffe wurden von Rückraumspieler Sönke Röhrs abgeschlossen. Leicht auszurechnen für eine Abwehr mit der Klasse der SG.

Was bleibt, ist eine Trainingseinheit vor dem Spiel gegen Herzhorn. Kai Nielsen brachte es auf den Punkte: ,,Von diesem Abend bleiben nur die Punkte.''

 

Unsere Mannschaft: Pieper, Koch- Carstens(6), L. Plöhn(2), Greve(2), Hennings(2), M. Plöhn(8/1), Henrich(3), M. Pieper(4/1), R. Kobs(5/3), Kuhrt(3), Wichmann, Sievers(1).


Eine Lehrstunde

Mildstedt   Lars Hunwardsen musste einem leid tun.

Fast verloren saß er auf dem Hallenboden am Pfosten und stützte sich auf seine Hände. Die Hände des Torhüters vom TSV Mildstedtsind eher kräftig, doch dieses mal waren sie vor allem rot. Rot von den Würfen der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen, die ihr erstes Spiel als Tabellenführer der Handball-Oberliga mit 39:26 gewann.

Hunwardsen traf daran noch die geringste Schuld, zu oft und frei waren die Spieler des Tabellenführers vor ihm aufgetaucht und hatten ihm die Bälle um die Ohren, pardon Hände, geschmettert. Allen voran Malte Plöhn, der fast die Hälfte zum Schützenfest beitrug; einmal sprang ihm Hunwardsen mit einem lauten ,,Nein'' entgegen, weil seine Vorderleute dem Spielführer der Gäste schon wieder willfährig freie Bahn gewährt hatten.

Es war eine einseitige Partie vor rund 173 Zuschauern in der Mildauhalle. Nur in der nfangsphase hatten die Nordfriesen das Geschehen zumindest vom Ergebnis her ausgeglichen gestalten können und sogar ein 0:2 zum 3:2 gekontert. Nach dem 4:4 aber war bald Schluss mit lustig, was die Mildstedter hinterher freimütig zugaben. ,,Das war eine Lehrstundefür uns'', gratulierte Kampfgerichtsekretär Ralf Albertsen, obschon die Gäste nicht einmal alle Hochkaräter verwertet hatten. 7:4 (13.), 11:5 (17.) und 13:5- nach einem Drittel der Spielzeit musste man kein Hellseher mehr sein, um den Sieger hervorzusagen.

Zu überlegen war der Spitzenreiter, der gerade im Angriff aus einem Guss spielte und aus allen Positionen traf. ,,Wir haben ja fast bei jedem Angriff eine Chance gehabt'', freute sich SG-Trainer Kai Nielsen, dem vor allem das hohe Tempo über die komplette Spielzeit gefallen hatte. Nielsen sprach von einer disziplinierten Leistung in der Offensive: ,,Wir waren nicht überhastet und haben kühlen Kopf bewahrt.

Selbst als Kropp in den ersten zwölf Minuten der zweiten Halbzeit fünf seiner sechs Zeitstrafen kassierte, musste man keine Angst mehr haben. Allein die ein oder andere Nachlässigkeit in der Abwehr missfiel dem Coach, insbesondereim Tor: ,,Da haben wir die Ernsthaftigkeit vermissen lassen.''

Dazu hätte gegenüber Lars Hunwardsen vermutlich eine ganz eigene Meinung.

 

Unsere Mannschaft: Pieper, Koch- Sievers (1), Carstens (3), Henningsen (1), Greve (4), Reiner Kobs (3), Steffen Kobs (1), Plöhn (16/3), Henrich, Pieper (7), Kurth (3)


Punktgewinn trotz schlechten Abwehr

 

TSV-Hürup gegen SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen

Am heutigen Spieltag waren wir zu Gast bei dem TSV Hürup. Uns war schon vor dem Spiel klar, dass dieses ein Hartes werden wird, denn Hürup hat schon einige Favoriten zu Boden gebracht. Nun zum Spielverlauf; In der gut gefüllten Halle konnten wir uns nicht bis zum 14:14 in der 21 min. absetzen, was Hürup sofort ausnutze und bis zur Halbzeit auf 17:19 davonzog. Zwei Tore waren sogar noch wenig, da Normen insgesamt 4 7m hielt und somit auch die Mannschaft im Spiel halten konnte. In der Pause wusste Kai nun, was zu sagen ist und wir verbesserten unsere Abwehrarbeit enorm, was dann auch im Punktestand zu sehen war, denn wir zogen, von der Unterbrechung aus, auf ein 27:22(43min.). Der Gegner schien müde zu sein und der Wille gebrochen. Doch erneut haben wir unkonzentriert gespielt und sind zu den alten Fehlern zurückgekehrt. Hürup holte bis zum 30:28 in der 50min auf und spielte sich ein einen Rausch. Wir konnten nun immer ein Tor vorlegen, das der Gegner leider wieder aufholen konnte. Als Kai dann 15 sek. vor Schluss die Auszeit nahm, hatten wir die Chance auf den Siegtreffer, was uns jedoch nicht gelang.
Fazit: Wenn man mit 5 Toren, eine viertel Stunde vor Schluss, führt und dann noch so glücklich ein Unentschieden holt, muss man wirklich froh über den diesen Punkt sein. Verbessern wir in den nächsten Spielen nicht unsere Abwehr und machen diese wieder zu unsere Stärke, so werden wir viele Probleme in den nächsten Spielen bekommen. Das aber wird uns gelingen und wir werden weiter um den Aufstieg mitspielen.

Torschützen: Sven, Normen, Nico, Lorenz, Malte(9/5),Martin(3),Aaron, Robert(2), Hinne(5)
Philipp(1), Henning(7), Steffen(3), Carsten, Reiner(4)

13.01.08 A.Kuhrt

 

 


Ein nie gefährdeter Sieg

Mit 36:16 besiegte die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen den Tabellenletzten aus Lübeck. Damit fuhr sie den 6. Sieg in Folge ein und konnte sich durch die Patzer ihrer Gegner an den 2. Platz der Handball-Oberliga Schleswig-Holsteins vorschieben.

Bis zum 8:7 konnte der TuS Lübeck 93 noch mithalten. Dann setzte sich die SG Schritt für Schritt ab, sodass es zur Halbzeitpause 17:10 lautete. Einziges Manko in der 1. Hälfte der Begegnung war die nur mäßige Chancenverwertung.

Zur Halbzeit war das Spiel dementsprechen entschieden, zumal sich der Lübecker Haupttorschütze Frank Peters kurz vor Ende der 1. Hälfte unglücklich das Knie verdrehte.

Nach Wiederanpfiff konnten sich die Lübecker allerdings noch einmal aufbäumen, sodass sie auf 14:19 herankommen konnten.

Doch dann folgten 18 torlose Minuten für die Gäste.

In dieser Phase blühte besonders Nico Greve auf, der zusammen mit Lorenz Plöhn das Tempo hoch hielt, und erziehlte gleich 4 Treffer in nur 3 Minuten.

Am Ende stand es 36:16 für die SG.

 

Unsere Mannschaft: Koch , Pieper, Schugardt- Carstens(4), Reiner Kobs(2), Wichmann(2), Greve(6), Steffen Kobs, Henrich, Malte Plöhn(8/3), Lorenz Plöhn(3), Pieper(6), Sievers(1), Kurth, Hennings(4)

 

 

 

 


Kopfstände in Kropp

Als sich die Ereignisse überschlagen, stehen Spieler und Zuschauer in der Geestlandhalle Kopf. Genau fünf Sekunden vor Schluss ist Henning Carstens zum 35:34 (15:17) für die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen im Oberliga-Spiel gegen den THW Kiel 2 hochgestiegen.

Anfangs jedoch sah es nicht so gut aus für unsere SG. So lag sie recht schnell mit 1:5 hinten. Diesem Rückstand musste noch bis über die 50. Spielminute (27:30)  hinaus hinterhergelaufen werden. Doch innerhalb kürzester Zeit konnte dieser Rückstand in eine 2-Tore Führung (33:31 durch Steffen Kobs) umgewandelt werden.

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: ,,Schelle Mitte'' durch die Gäste, Gegenzug. Niko Greve wirft sich 15 Meter vor dem Tor auf einen Kieler- Rote Karte, eine berechtigte Entscheidung.

Die Schiedsrichter lassen die Zeit anhalten, doch das Kampfgericht verliert die Übersicht. Es registriert nicht die Rote Karte für Greve, reagiert auch nicht auf die Grüne Karte, mit der der THW 2 eine Auszeit beantragt. Beide Trainer laufen auf das Parkett, beide erhalten eine 2-Minuten-Strafe für ihre Mannschaft.

Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen hat neben Greve bereits Reiner Kobs verloren, ist vor Torhüter Koch nur zu dritt gegen sechs Kieler Feldspieler, denn die THW-Zweite hat ihren Torwart geopfert.

So weit ist alles nachzuvollziehen. Doch die Schiedsrichter korrigieren auch noch die an der Anzeigetafel mit 59:59 Minuten angezeigte Spielzeit. Nicht vier, nur zwei Sekunden soll das alles gedauert haben - Henning Carstens' Torwurf, der Spurt, Greves Foul. Die Schiedsrichter sprechen mit ihrer Entscheidung den physokalischen Gesetzen Hohn. Doch so hat Kiel nicht nur eine, sondern drei Sekunden Zeit. Das ist bei drei Mann Überzahl ein enormes Geschenk.

Zwei Pässe gehen noch. Die Mitte ist zugedeckt. Auf Rechtsaußen viel Luft. Linkshänder Otto allein am Kreis, der Winkel gar nicht so spitz. Er wählt die kurze Ecke. Alle Augen auf SG-Torwart Norman Koch. Der bleibt standhaft, zuckt nur kurz, aber entscheidend. Auf das Knie prallt der Ball, der überhaupt nicht schmerzt.

Erst danach muss Koch blaue Flecken fürchten. Von eigenen Leuten, und überall.


Fazit: Dieses Spiel hätte auch anders enden können. Beide Mannschaften hatten einen Sieg verdient. Kiel führte 50 Minuten lang, die SG kämpfte trotz Rücktand stets weiter. Ein Lob verdienen sich beide Mannschaften.

 

Unsere Mannschaft: Sven Pieper, Koch, Heinemann- Sievers, Carstens(4), Greve, Hennings(4), Reiner Kobs(5), Steffen Kobs(10), Malte Plöhn(3), Henrich, Martin Pieper(7/2), Kuhrt, Wichmann(2).

 

 

 

 


Sieg in Neumünster

Erneut nur eine starke Hälfte
SG Wift - SG 27:32 (10:17)


Am Samstag stand das Auswärtsspiel bei der SG WIFT/Neumünster an. Nach einem guten Beginn konnten wir uns vor 450 sehr lauten Zuschauern Tor um Tor absetzen. In der ersten Hälfte fand die SG kein Mittel gegen unsere solide Abwehr und einen gut aufgelegten Keeper Sven Pieper. Die Angriffe wurden diszipliniert gespielt und abgeschlossen.
Aufgrund dessen war die Halbzeitführung mit 17:10 hoch verdient. Nach der Pause, in der uns Trainer Kai Nielsen auf die Tatsache hinwies, die letzten Spiele zwar gewonnen zu haben aber nie die zweite Halbzeit, lief vieles nicht mehr. Die Dinge die uns in der ersten Hälfte auszeichneten funktionierten nicht mehr. So war es kein Wunder, dass WIFT bis auf zwei Tore verkürzen konnte. Trotz der nun noch lauteren Unterstützung bewahrten wir die Ruhe und konnten einen, auch in der Höhe von 32:27 verdienten Sieg über die Zeit retten.

Tore: Malte Plöhn (5/1), Martin Pieper (10/1), Rainer Kobs (3), Steffen Kobs (2), Nico Greve (1), Henning Carstens (5), André Hennings (5), Philipp Henrich (5)  

 

 


Steter Tropfen höhlt den Stein

32:23 (15:12)

Mit 9 Toren Vorsprung warf Handball-Oberligist SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen den TSV Altenholz 2 aus der Eiderlandhalle. Dabei hatte es rund 75 Minuten zuvor noch ganz anders ausgesehen.

 

Mit breiter Brust absolvierten die Altenholzer ihr Aufwärm-Programm. Strotzend vor Selbstvertrauen drehten sie ihre Runden in der Eiderlandhalle. Ein Auftreten, das sich die Spieler erarbeitet hatten. Der TSV war immerhin als Oberliga-Spitzenreiter nach Dithmarschen gekommen.

Und in den ersten Minuten zeigten die Gäste einige schöne und vor allem schnelle Spielzüge. Die SG aber hielt dagegen, geriet nach dem zwischenzeitlichen 3:4 nicht mehr in Rückstand. Beständigkeit, auf die Trainer Kai Nielsen viel Wert legt: ,,Die Spieler müssen als Mannschaft funktionieren, müssen dizipliniert ihr Spiel durchziehen.'' Und das tat die SG in beeindruckender Manier.

Egal was der Spitzenreiter auch versuchte, die Pahlener hatten immer die passende Antwort parat. Und wenn die bärenstarke Abwehr doch einmal etwas drchließ, war fast immer der überragende Sven Pieper zur Stelle, der leich 16 Altenholzer Versuche entschärfte. Kai Nielsen kommentierte dessen Leistung gewohnt nüchtern: ,,Ich hatte damit gerechnet. Nach den zurückliegenden Spielen waren die Torhüter einfach mal an der Reihe.'' Auch Dirk Heinemannspiele seine ganze Klasse aus. Nur bei Siebenmetern eingewechselt, entschärfte der Routinier drei Strafwürfe.

Das Selbstvertrauen des TSV Altenholz 2 schrumpfte zusehends. Die anfänglich so sicheren Kombinationen gerieten immer mehr ins stocken. Einzelaktionen gepaart mit Wut ersetzten die Disziplin. Und die SG? Die spielte weiter ihren Stiefel runter. Waren die Entscheidungen der nicht immer sicheren Schiedsrichter auch noch so zweifelhaft, Hektik kam nie auf. Zudem reift in Nielsens Hand ein großer Trumpf. Seine Bank wird immer mehr zur Bank. Gegen Altenholz konnte er bringen, wen er wollte. Nie fiel das Niveau seiner Mannschaft ab: ,,Genau das ist das Ziel. Es ist wichtig, dass das Niveau immer gleich bleibt. Da sind wir auf einem sehr guten Weg. Ich habe von der Mannschaft eingefordert, dass sie die Konzentration immer hoch hält. So kann es weitergehen. Aber auch ich weiß, dass es noch weitere Rückschläge geben wird.''

Nicht aber gegen Altenholz 2. Mit jedem Fehler des TSV wurde die SG stärker, immer sicherer in ihren Aktionen. Sieben Minuten vor Schluss wurde es Eckart Horn, Trainer des TSV Altenholz 2, dann zu bunt: ,,Haltet jetzt endlich dagegen!'' Folgen aber mochte ihm seine Mannschaft nicht mehr. Längst hatte die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen seinem Team den Zahn gezogen. Ruhig und dizipliniert versteht sich.

Unsere Mannschaft: Pieper, Heinemann- Carstens(5), R.Kobs(3), Wichmann(1), Greve(1), S.Kobs(6), Henrich(1), M.Plöhn(9/4), L.Plöhn, Thomas, M.Pieper(4), Sievers(1), Hennings(1), Kuhrt


Loblied auf die Jugend

Die Ex-Regionalligisten ATSV Stockelsdorf und SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen begegnen sich in der Handball-Oberliga nicht auf einem Niveau. Davon zeugt das 38:33 der Spielgemeinschaft.

 

Bekanntlich achtet Trainer Kai Nielsen nicht nur auf die Ergebnisse. Ihn interessiert viel mehr die Entwicklung seiner Mannschaft, die gestern zu einem erfreulichen Zwischenfazit Anlass gab. ,,Wenn ich sehe, wie Henning Carstens und Philipp Henrich immer besser ins Spiel kommen, ist das wirklich eine gute Sachen'', lobte der Trainer.

Nicht zuletzt brachten die jungen Leute auf den Halbpositionen die jeweiligen Außenspieler in günstige Position. Malte Plöhn und Martin Pieper dankten es mit Treffsicherheit.

Auch die Abwehr funktionierte in der ersten Hälfte. Nielsen hatte die Variante mit einem vorgezogenen Spieler (Malte Plöhn) gewählt- der Erfolg war durchschlagend. 3:0, 12:8 (Gegenstoß Plöhn) und 19:12 (Gegenstoß Pieper) lauteten Zwischenstände, die der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen einen nervenschonenden Nachmittag bescherten.

Gearbeitet wurde trotzdem. Nielsen nahm die konsequente Spielleitung der Schiedsrichter mit vielen 2-Minuten-Strafen zum Anlass, auf eine 6-0 Abwehrformation zurückzugreifen. ,,Trotzdem waren wir oft etwas spät am Mann'', ließ der trainer zum Schluss noch leichten Tadel folgen.

Doch im Ganzen überwog die Freude, denn der Sieg geriet nie in Gefahr. Die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen etabliert sich mithin in der neuen Umgebung. Vom ATSV Stockelsdorf lässt sich das nicht sagen. Sonntag lag fast ein Klassenunterschied zwischen beiden.

Unsere Mannschaft: Sven Pieper, Koch, Schugardt- Sievers, Carstens(4), Lorenz Plöhn, Thomas, Hennings(4), Reiner Kobs(2), Steffen Kobs(3), Malte Plöhn(8), Henrich(4), Martin Pieper(13/6), Wichmann

 

 

 


Sturmfest

Orkan ,,Tilo'' hatte sich in Dithmarschen nur als ein raues Lüftchen entpuppt und so gesehen mag es sich auch nur um stärkeren Wind handeln, der zurzeit durch die Vereine der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen weht.

 

Die Handballer des Oberligisten jedenfalls haben sich als sturmfest erwiesen und das wegweisende Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten SG Ohrstest/Ostenfeld-Wittbeck-Winnert souverän mit 38-31 für sich entscheiden.

Als Gradmesser war die Partie angekündigt worden und wenn sie es war, muss einem um die kreisübergreifende Kombination nicht bange sein. Als kümmerte die Spieler der Wind von West, begannen sie überaus konzentriert und hatten sich bei der Rückkehr in die Geestlandhalle schon Mitte des ersten Durchganges einen komfortableb Vorsprung erspielt. 5 Tore in Folge nach dem 6-6 (10. Minute) brachten vor 200 zumeist begeisterten Zuschauern zusätzliche Sicherheit in die Aktionen der Gastgeber, die zuletzt noch im Derby beim TSV Alt Duvenstedt so enttäuscht hatten.

Die Gründe dafür waren mannigfaltig. Rückenwind gab der glänzend disponierte Torhüter Sven Pieper, was aber auch an der engagierten Abwehrarbeit der Sechs vor ihm lag. Das war zu viel Gegenwind für Ohrstedt, das vor dem eigenen Tor gar nicht so recht wusste, woher nun der Sturm kam. Sieben Kropper teilten sich im ersten Abschnitt die 24 Treffer, von denen 10 auf das Konto der starken Außen Malte Plöhn und Martin Pieper gingen.

Trainer Kai Nielsen indes wollte niemanden herausheben und betonte die geschlossene Mannschaftsleistung, denn jeder Spieler blies in irgendeiner Situation dem SZOWW die Buchstaben durcheinander. Insgesamt aber zog er zufrieden sein Fazit, auch wenn ihm der ein oder andere Schwachpunkt aufgefallen war. ,,Wir hatten seit langem mal wieder mit einer 5:1-Deckung gespielt und die Abstimmungsprobleme hatte ich erwartet. Aber 2. Halbzeit haben wir etwas den Faden veloren. Da fehlte die nötige Konsequenz und die von mir gewünschte Ordnung.''

Das lag natürlich auch daran, dass die SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen mit etlichen Grippe geschwächten Spielern seinem Tempo Tribut zollen musste. Nach dem 31-19 (45. Minute) ließ der Sturm endgültig nach, der über Ohrstedt hinweg gefegt war. Der Gast kam nun zu vielen leichten Toren und gegenübe hielt Mike Weinbach die Mehrzahl der Bälle.

Doch die Spieler bewiesen Moral, überbrückten mit Eigenleistungen diese Schwächephase und fanden so wieder zu ihren Kombinationen zurück. ,,Natürlich hätte ich auf 6:0 umstellen können, um die Abwehr zu entlasten'',  würde Nielsen später sagen. ,,Aber ich wollte, dass die auch mal unter Druck Erfahrung sammeln.''

Denn für einen richtigen Sturm muss man gerüstet sein.

Unsere Mannschaft: Koch, Sven Pieper, Schugardt- Greve, Thomas, Hennings(6), Reiner Kobs(5), Steffen Kobs(1), Plöhn(7), Henrich(4), Martin Pieper(8/2), Kuhrt(3), Wichmann(4).


Niederlage in Duvenstedt

TSV Alt Duvenstedt – SG Kropp/Tetenhusen/Dithmarschen 28:27 (14:12)

Am vergangenen Freitag stand für uns nach einer vierwöchigen Spielpause das nächste Derby bei unseren Nachbarn in Alt Duvenstedt auf dem Programm. Nachdem wir im Spiel vor der Herbstpause gegen Kronshagen endlich mal überzeugt und in den Herbstferien intensiv trainiert hatten, hatten wir uns für dieses Spiel viel ausgerechnet und vorgenommen. Der Rahmen für ein tolles Derby schien jedenfalls geschaffen: Freitagabend und eine prall gefüllte Duvenstedter Halle.

Den Beginn in die Partie gestalteten beide Mannschaften äußerst nervös. Wir fielen dabei vor allem durch technische Fehler und pomadig vorgetragene Angriffe auf. Nach zehn Minuten kam der Gastgeber besser in Fahrt und brachte uns erstmals einen drei Tore Rückstand bei (14. 3:6). Bis zur Pause pendelte dieser Rückstand immer zwischen ein und drei Toren. Wir schafften es in der ersten Halbzeit nicht, unsere Stärken abzurufen und die Gastgeber wirklich unter Druck zu setzen, deren bisherige Saison auch nicht glücklich gelaufen war. So ging es mit zwei Toren Rückstand in die Kabine.

In der Zweiten Halbzeit gelang es uns zumindest, die technischen Fehler zu reduzieren. Nun zeigten wir jedoch vermehrt Schwächen im Abschluss. Dennoch konnten wir uns in der 52. Minute zum ersten Mal einen Zwei-Tore-Vorsprung (23:21) erarbeiten. Eigentlich wäre das der Zeitpunkt gewesen, um den Sieg einzutüten. Es kam jedoch ganz anders: Mehrere Fehlwürfe, unsere erste Zwei-Minuten-Strafe in der 55. Minute, Deckungs- sowie Torwartfehler und glückliche Abschlüsse des Gastgebers ließen das Spiel wieder kippen. Martin gelang in der Schlusssekunde nur noch die Ergebniskosmetik (27:28).

Fazit: Der Gastgeber konnte im Derby einen verdienten Sieg feiern. Wir hingegen setzten unsere Achterbahnfahrt der bisherigen Saison nahtlos fort. Wohin unsere Reise führen wird, scheint nach diesen Spielen ungewiss. Nur eines ist wohl jedem klar: Von einer Spitzenmannschaft der Oberliga sind wir soweit entfernt wie die Erde vom Mond.

Tore: Hennings 7, M. Pieper 7/1, R. Kobs 5, M. Plöhn 4/2, Carstens 3, S. Kobs 1

 


Sieg gegen den TSV Kronshagen

Sie wussten, was die Stunde geschlagen hatte. Für die Oberliga-Handballer der SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen ging es daheim gegen den TSV Kronshagen nach zuletzt enttäuschenden Auftritten nur um den Sieg.

Viel Druck sollte man meinen, doch die Mannschaft von Trainer Kai Nielsen setzte beim 48:31 (26:17)-Erfolg ein eindrucksvolles Zeichen.

Mit dem Anpfiff war zu spüren, dass die Mannschaft etwas beweisen wollte. Sie spielte sehr diszipliniert, erlaubte sich kaum Fehler. Für Nielsen mehr Wert als das hohe Ergebnis: „Es hat mich gefreut, dass sich alle an die taktische Marschroute gehalten haben. Nur so können wir erfolgreich spielen.“ Mit dem hohen Tempo der Dithmarscher kamen die Gäste aus Kiel nie zurecht, erlaubten sich zudem unglaublich viele Fehler. Vor allem die Anspiele an den Kreis funktionierten gar nicht. Ganz im Gegensatz zu den Spielzügen der SG, die Kreisläufer André Hennings meist in Person von Reiner Kobs bediente. Herauszuheben zudem die Effektivität bei Tempogegenstößen, die fast allesamt genutzt wurden.

Trainer Nielsen mochte Kobs dennoch nicht zu sehr loben: „Es steht außer Frage, dass Reiner eine starke Leistung abgeliefert hat. Dieses Auftreten aber erwarte ich, genau wie von Malte Plöhn, über einen längeren Zeitraum. Es bringt ja nichts, wenn wir ein Spiel überlegen gewinnen und im Anschluss mehrere verlieren. Außerdem war der Gegner heute nicht sonderlich stark.“

Ein Umstand, der vor allem den ehemaligen Hochdonner Hannes Petersen sichtlich störte. Petersen, erst nach 15 Minuten eingewechselt, flog nur Sekunden später mit einer Zeitstrafe von der Platte. Aggressivität, die einigen seiner Mannschaftskameraden gut zu Gesicht gestanden hätte. Trotz der sieben Zeitstrafen packten die Gäste nur selten überlegt zu, standen fast immer zu weit von ihren Gegnern entfernt.

Den Spielern der SG war es herzlich egal. Sie nutzen die löchrige Deckung der Gäste immer wieder glänzend aus, hatten das Spiel bereits vor der Pause entschieden. Steffen Kobs wirkte nach der Partie fast überrascht von der eigenen Stärke: „Das hatte ich so nicht erwartet. Nach der Niederlage gegen Schülp wollten wir ein Zeichen setzen, hatten uns viel vorgenommen. Wenn wir so weiterspielen, sind wir schwer zu schlagen. Ich hoffe, dass die Partie eine Initialzündung für uns war.“

In der Tat, sollte die SG sich weiter in dieser Verfassung präsentieren, wird es für alle Gegner schwer. Zumal nicht nur der erste Anzug passte. Egal wen Trainer Kai Nielsen einwechselte, kein Spieler schwächte das Niveau der Mannschaft. Ein Umstand der beweist, dass gerade bei der Niederlage gegen Schülp so ziemlich alles schief gelaufen sein muss.

Kai Nielsen sieht dennoch noch viel Arbeit auf sein Team zukommen: „Die Mannschaft muss weiter intensiv arbeiten, damit Spielzüge und Abläufe besser sitzen. Die Spieler müssen erkennen, dass sie sich immer verbessern können. Das muss in die Köpfe rein.“

 

Unsere Mannschaft: S. Pieper, Schugart, Koch - Sievers, Carstens (4), Greve (6), Hennings (8), R. Kobs (4), S. Kobs (2), Plöhn (13/4), Heinrich (1), R. Pieper (7), Wichmann (3)

 

 


Niederlage in Glückstadt

Erneut musste unsere SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen eine Niederlage hinnehmen.

Nach 60 Minuten lautete das Endergebnis 31:27 für den MTV Herzhorn.

Zwar konnte sich die SG relativ schnell eine 11:8 Führung herausspielen, doch als die Nielsen-Mannen in doppelter Unterzahl auf der Platte standen, kam auch noch das Pech dazu: Henning Carstens Wurf traf nur den Pfosten und Herzhorn konnte ausgleichen. Zur Halbzeit stand es 14:14.

Doch nach dem Wiederbeginn lief es alles andere als gut für die SG.

2:7 verlor sie die nächsten 12 Minuten, sodass der 15:14 Rückstand Herzhorns sich in eine 21:17 Führung für die Gastgeber wandte.

Nach großem Kampf konnte die Nielsen-Truppe auf 24:24 ausgleichen.

Das hohe Tempo jedoch rächte sich: Nach und nach schlichen sich kleine Unkonzentriertheiten in das Abwehrspiel unserer SG ein, die die Gastgeber aus Herzhorn konsequent nutzten.

So standen unsere Jungs ständig unter dem Druck ausgleichen zu müssen, was leider nicht gelingen konnte.

,,Wir hätten jemanden gebraucht, der uns in dieser Phase aus dem Dreck zieht.'' , erkannte Trainer Kai Nielsen.

 

Fazit: Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen in den ersten 4 Spielen zeigt sich, dass es für unsere SG keinesfalls leicht wird einen der oberen Tabellenplätze zu erreichen.

Der letzte Druck sollte nun aber von den Spielern abgefallen sein. Im nächsten Heimspiel gegen den TSV Kronshagen werden die Jungs gewillt sein, die nächsten zwei Punkte einzusacken.

 

Unsere Mannschaft: Sven Pieper, Koch- Carstens, Lorenz Plöhn(1), Greve, Hennings(5), Reiner Kobs(5), Steffen Kobs(5), Malte Plöhn(5), Henrich, Martin Pieper(4), Wichmann(2)

 

 

 

 

 


Sg verliert Heimspiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld

Vor rund 450 Zuschauern musste unsere SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen ihre erste Niederlage hinnehmen. 26:30 lautete am Ende das Ergebnis gegen die ebenfalls aus der Regionalliga abgestiegene HSG Schülp/Westerrönfeld, welche den Klassenerhalt als klares Saisonziel angegeben hat.

Zu Beginn der Partie konnte sich unsere SG schnell mit 6:3 absetzen, doch dann wendete sich das Blatt zu Gunsten der HSG Schülp/Westerrönfeld.

Durch eine überragende Leistung des gegnerischen Torhüters Töllner konnte Schülp nicht nur ausgleichen, sondern sogar eine Führung herausspielen, sodass der Halbzeitstand 12:15 lautete.

Selbst nach einigen taktischen Veränderungen von Trainer Nielsen konnte der Rückstand nicht umgewandelt werden, die Gäste zogen nun noch weiter davon.

Die Gäste aus Schülp bauten ihre Führung über 24:18 auf 28:20 aus, sodass die 2 Punkte etwa 10 Minuten vor Schluss außerhalb der Reichweite der Gastgeber lagen.

Durch eine erneute Umstellung der Abwehr auf eine 4:2 Formation und einen Torwartwechhsel konnte lediglich Ergebniskosmetik betrieben werden.

Wie sich bereits im 1. Heimspiel dieser Saison zeigte, müssen sich die SG-Spieler erst einmal richtig an die ungewohnte Atmosphäre gewöhnen.

Dies wird laut Trainer Nielsen wohl noch 1-2 Spiele dauern.

 

Fazit: In den nächsten Spielen ist durchaus eine Leistungssteigerung drin.

Man kann sich also auf eine weiterhin spannende Saison freuen.

 

Unsere Mannschaft: Koch, Schugardt- Sievers, Carstens, L. Plöhn(2), Greve, Hennings(2), R. Kobs(2), S. Kobs(7), M. Plöhn(3), Henrich, Pieper(7), Kuhrt(2), Wichmann(1)

 

 

 

 

 


HSG Nord-NF vs. SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen

Auch im zweiten Spiel der laufenden Oberligasaison 2007/2008 konnte unsere SG einen Sieg einfahren.

Das Spiel bei der HSG Nord-NF endete mit einem 26-34 recht deutlich für unsere Mannschaft.

Unsere SG startete mit einer stabilen 5:1 Abwehr in das Spiel, so stand es nach 10 Minuten bereits 5:1 für die Nielsen-Truppe.

Als Kapitän Malte Plöhn nach 16 Spielminuten auf Grund einer Schulterverletzung vom Spielfeld musste, stellte Trainer Kai Nielsen die Abwehr auf eine defensivere 6:0 Formation um.

,,Die Youngster Phillip Henrich, Nico Greve, Aaron Kuhrt, Henning Carstens und Lorenz Plöhn nutzten ihre Chance und machten ihre Sache sehr gut'' , so Nielsen.

Zur Halbzeit führte unsere SG mit 16:10.

 

Nach der Halbzeitpause konnte die SG ihre Führung relativ schnell auf acht Tore ausbauen. Durch die ständige Führung stellte sich zu keiner Zeit die Frage, wer die 2 Punkte mit nach Hause nehmen wird.

Als einziges Manko bezeichnete Nielsen die schlechte Chancenverwertung: Meine Jungs sind viel zu häufig am stark aufgelegten NF Torwart gescheitert, das Tempospiel war jedoch lobenswert.''

Unsere Mannschaft: Koch, Schugardt - Carstens(4), Greve(4), Thomas(1), R. Kobs(3/1), S. Kobs(3), Malte Plöhn(3/1), Martin Pieper(7), Lorenz Plöhn(3)

 

Fazit: Durch zwei Siege in zwei Spielen sollte der 1. Druck vom Team gefallen sein. Wir können uns auf eine hoffentlich erfolgreiche Saison freuen.

 

 


Erster Sieg im ersten Spiel

Erster Sieg im ersten Spiel

Am 15.09.2007 war es soweit. Die neue SG Kropp-Tetenhusen-Dithmarschen startete in ihre erste Saison. Mit einem 32:24 Sieg über den TSV Mildstedt konnte eine gute Ausgangslage geschaffen werden.

Doch bis es zu diesem Erfolg kam, gab es viel zu tun. Unsere SG startete holprig und kam nicht so recht ins Spiel. So stand es nach 10 Minuten bereits 5:1 für Mildstedt. Grund dafür war wohl die ,,besondere Anspannung durch die ungewohnte Heimspielatmosphäre'', wie Trainer Kai Nielsen feststellte. Doch wichtig sei es in dieser Phase gewesen, die Ruhe nicht zu verlieren, so Nielsen. Die Mannschaft setzte dies um und erkämpfte sich sogar eine 15:14 Führung zur Halbzeit.

Nach der Halbzeit lief es besser. Die Nielsen-Truppe baute innerhalb nur weniger Minuten den Vorsprung von 15:14 auf 21:14 aus. Das Angriffspiel wurde sicherer und die Abwehr durch die Umstellung der 6:0 auf eine 5:1 Formation  stabiler, sodass man durch eine bessere Abwehrleistung viele Ballgewinnen verbuchen konnte. ,,In der 2. Halbzeit kamen wir richtig ins Rollen. Da haben wir gezeigt, wie wir spielen können.'' ,resümierte Reiner Kobs, der in den nächsten Spielen noch eine Steigerung erwartet.

 Fazit:

Eine Anfangs nervöse SG steigerte sich vor allem in der 2.Halbzeit enorm, sodass der Sieg gegen den TSV Mildstedt am Ende hoch verident war.

Ein hervorragendes Publikum in der gut gefüllten Eiderlandhalle (über 400 Zuschauer!!!) und ein gutes Schiedsrichtergespann Jacobs/Wessolovski aus Hohn rundeten das Spiel zu einem gelungenen Handballabend ab.

 

Sven Pieper, Koch - Carstens, Lorenz Plöhn, Greve, Thomas, Hennings, Reiner Kobs (3), Steffen Kobs (8); Malte Plöhn (10/1), Henrich (2), Martin Pieper (9/4), Kurth Wichmann


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